Durch das Tierheim Sinsheim
wurden wir auf Sanscollier aufmerksam. Wir sehen uns regelmäßig die
Internetseiten von Sans Collier Provence an und entdeckten vor drei
Jahren Phiby, eine damals vierjährige Beauceron-Doberfrau. Da wir
schon einen älteren Hund hatten und eigentlich ein zweiter Hund nicht
geplant war, übernahmen wir erst einmal eine Patenschaft für diese
elegante Hündin. Wir entschieden uns dann doch noch, sie zu
übernehmen, da sie schon längere Zeit bei Sanscollier saß. Dank Herrn
Liesenberg und seiner Frau kam Phiby dann zu uns nach Deutschland.
Bei der Übergabe von Phiby auf einem Autobahnrastplatz sprang sie
sofort in unseren Kofferraum, als würde sie schon immer zu uns
gehören. Obwohl bei ihrer Beschreibung dabei stand, dass sie ihr
neues Zuhause für sich allein haben sollte (aufgrund ihrer
Vorgeschichte), haben wir Phiby dennoch erfolgreich in unseren
Haushalt mit drei Kindern, einem Seniorhund und einer alten Katze
integriert. |
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Über die Herbstferien übernahmen
wir ihn erst einmal als Pflegehund. Er hatte von Anfang an auch
unsere Katze akzeptiert. Auch Phiby hatte schnell begriffen: „Den
krieg ich ja doch nicht mehr los...“ und kommt so gut mit ihm klar,
dass sie sich, wenn das Sofa bereits durch Rienzo in Beschlag
genommen wurde, noch dazwischenquetschen muss. |
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„Phiby“ –
Ein französisch-deutsches Hundeleben Einst in Frankreich war man stolz wie nix auf mich, eine super tolle Beauci-Dobi-Mix, ich war bekannt als Mademoiselle Phiby, verstand die Befehle „assis!“, „arrête!“, „ici!“, niemand musste sich meiner schämen, denn ich konnte mich vorzüglich benehmen. Damals war der Beauceron ein Modehund, doch dann schlug des Rottweilers Stund’: Ein niedlicher Welpe kam neu ins Haus, der hatte Angst vor mir, drum musste ich raus. Eine Fahrt ins Grüne: Tür auf, Hund raus, Tür zu, und schnellstens wegfahr’n – dann war Ruh’. Ich irrte umher, war mir keiner Schuld bewusst, war immer nur lieb und schrecklich verschmust, ich verstand nicht, warum, und es war auch zu spät, denn man fing mich ein, wie’s in Frankreich so geht, mein grausames Ende schien unabwendbar zu sein: la fourrière! Und ich war doch erst 5 und noch klein. Hätte es SansCollierProvence nicht gegeben, ich wär’ schon lange nicht mehr am Leben. Man bot mich vielen Familien an als besonders Feine: katzen- und kinderlieb, gehorsam auch ohne Leine; doch niemand nahm mich mit zu sich nach Haus’, denn ich sah so gar nicht lieb und gehorsam aus. Ich bellte in meinem Zwinger jeden an: „Nimm mich mit!“, Man hörte nur mein Gekläff, ahnte nicht, wie ich litt, bis schließlich ein deutsch-französisches Wunder geschah, als eine deutsche Familie im Internet ein Bild von mir sah. Dann ging alles ganz schnell, und man holte mich ab. Adieu la France, hallo Deutschland, welch Glück ich doch hab! Mein neues Zuhause ist ein Hunde-Himmel auf Erden, ich spiele mit Kindern und Hunden, Katzen und Pferden, ich liebe besonders das Schwimmen in Bächen und Seen und freue mich täglich auf langes Spazierengehn, ich werde von allen geknuddelt und ganz doll geliebt und tue alles, wenn’s dafür ein Schweineohr gibt. Ingeborg Bornewasser |